Am Freitag morgen um 6:30h ging es in München los, auf gen Süden.
Doch vor Italien hat uns Gott Österreich gesetzt - wo die tief hängenden Wolken im Navistal unsere Genusserwartungen trübten. Zu siebt und mit Optimismus im Gepäck machten wir uns vom Parkplatz auf zum Aufstieg zum Naviser Kreuzjöchl. Auf 2400m Höhe wurde deutlich, dass nicht Nebel unseren Genuss trüben wird, sondern die etwa -15 Grad kalte, steife Brise auf dem überraschend ausgesetzten und ungespurtem Grat zum Gipfel. Der Gipfelgenuss viel eher kurz aus, schnell machten wir uns an die Überschreitung und für die Abfahrt in den Nordost Hang bereit. Hier fanden wir erstaunlich viel unberührten Schnee, in dem immer wieder großer Abfahrtsgenuss aufkam. Unterbrochen nur von unerwarteten Löchern im Schnee, in denen ab und zu ein Skifahrer verschwand und mühselig wieder hinauskrabbelte, und einigen Orientierungsstops in dem Weiß in Weiß. Über die Nordseite des Tals und die Peeralm ging es dann zurück zum Parkplatz und weiter Richtung Italien.
Kurz hinter der Granze begann dann das süße Leben. Erst beim Espresso Stop bei „den Schwestern“ (die, wie sich rausstellte, keine Schwestern sind) in Gossensaß, dann weiter in unserer nahen Unterkunft im Schaurhof, in den großzügigen Zimmern, der schönen Sauna mit Bergblick und anschließend beim köstlichen und üppigen Abendmenü.
Der zweite Tag begann so köstlich und üppig wie der Abend zuvor geendet ist - das Frühstücksbuffet begeisterte uns alle. Auch das Wetter war auf den süßen Geschmack gekommen und bescherte uns eine ganz genüssliche Tour im Pflerschtal auf die Ellesspitze. Fast schon eine Routine: nach der Tour ging es dann wieder zum Kaffee und weiter über die Sauna zum Abendschmaus. In Perfektion gab es nun schon den Saunaaufguss, mit eigens mitgebrachten Düften.
Gestärkt wagten wir uns am Sonntag wieder auf die österreichische Seite. Im Obernbergtal wollten wir den berüchtigten Grubenkopf begehen. Eine Teilnehmerin musste schon drei vorherige Versuche einer Begehung abbrechen, wegen der Winde am Gipfel. Der Aufstieg durch das herrliche weite Tal bei bestem Wetter war ein weiterer Genuss, der von dem an diesem Tag erträglichen Gipfelwind nur leicht geschmälert wurde und in der Abfahrt wieder voll auflebte. Bei einer gemütlichen Brotzeit in der Sonne nutzten wir auf dem Rückweg die Gelegenheit, andere Tourengeher im Gegenanstieg anzufeuern und Stilnoten zu verteilen.
Sehr erholt und zufrieden packten wir in der Sonne wieder die Autos und fuhren gen Heimat nach all dem Genuss und dolce vita mit dem TAK in Südtirol.