Der Wetterbericht war zwar einigermaßen durchwachsen, jedoch nicht widrig. Wir konnten den
Treffpunkt an der U-Bahn-Station Holzapfelkreuth kurz nach halb 8 Uhr morgens verlassen und fuhren
über die Garmischer Autobahn und die Linderhofstraße bis zu einem Parkplatz kurz nach dem Schloß.
Von dort ging es in das lang gezogene Sägertal hinauf und später bogen wir dann südlich in das Lösertal
hinein. Der Pfad war nicht wirklich gepflegt und es gab noch Altschneereste. So schien es, als wäre seit
einigen Tagen kein Mensch hier unterwegs gewesen, denn es waren kaum Spuren auszumachen. Wir
erreichten das Lösertaljoch nach etwa 2 ½ Stunden. Von dort war es nur noch ein kurzer Anstieg hinauf
zum Grat über dem Kesselsee und nach 3 Std erreichten wir den Gipfel des Hasentalkopfs. Die Aussicht
war zwar ein wenig getrübt, jedoch konnten wir einen guten Teil der Ammergauer Alpen, also den
umliegenden Gipfel bestimmen. Nach der sonnigen Rast am Gipfel ersparten wir uns den Rückweg über
den Grat und einem größeren Altschneefeld in dessen Abstieg und nahmen einen steilen Abstieg
westlich des Gipfels. Wir passierten den Kessel und stiegen hinab zum Bäckenalmsattel. Dann folgten
wir dem Pfad ins Sägertal und fanden etwa 20 Min später die großen Bärlauchfelder. Nach kurzer Ernte
ging es durchs Tal hinab zum Parkplatz. Ein kühles Fussbad in der Linder erfrischte unsere heiß
gelaufenen Beine und am Rückweg wurde noch Käse in der Ammergauer Schaukäserei besorgt. Mit
dem Wetter hatten wir am Ende einen Glücksgriff gemacht, da wir immer wieder sonnige Abschnitte
erlebten und keinen Regentropfen ab bekamen. Um 17.30 Uhr waren wir zurück in München.